Mit großen Erfolgen und Kontinuität im Kader sowie auf der Trainerbank ging der Top-Performer aus der vergangenen Saison auch die aktuelle Spielzeit mit einer breiten Brust an. Bereits am zweiten Spieltag zeigten die Leverkusener, aber, dass sie auch noch verlieren können. Zudem kamen bislang wettbewerbsübergreifend bereits sechs Unentschieden – gleich viele, wie vergangene Saison nach 34 Spieltagen – zu Stande. Wir haben vor unserem Auswärtsspiel bei Bayer 04 Leverkusen (Sa., 23. November, 15:30 Uhr) demnach einen Blick auf Ex-Vizekusen geworfen.
Lange Zeit galt die Mannschaft von Cheftrainer Xabi Alonso als unbesiegbar. In der Vorsaison schaffte es kein Team in der Bundesliga, die Werkself zu bezwingen. Nach 34 Spieltagen waren die Leverkusener ungeschlagen und mussten nur sechs Remis hinnehmen. Kontersituationen wurden von dem ehemaligen FCH Profi und mittlerweile Nationalmannschafts-Akteur Robert Andrich und Co. nahezu komplett unterbunden.
Dazu kam, dass sich kein Bundesligist in der vergangenen Saison so stark im Umschalten wie die Werkself zeigte. In der aktuellen Saison sieht die Realität für Bayer 04 jedoch anders aus. Mit 17 Zählern steht man derzeit auf Platz vier in der Tabelle und zeigt sich weitaus anfälliger für Kontersituationen als zuvor. Aus zehn Bundesliga-Spieltagen konnten, die ehemals ungeschlagenen Leverkusener, bisher nur vier Siege mitnehmen, mussten sich aber auch nur einmal gegen den Tabellenzweiten RB Leipzig mit 2:3 geschlagen geben.
Im DFB Pokal hingegen steht der Verein nach zwei Siegen gegen Carl Zeiss Jena (1:0) und SV Elversberg (3:0) im Achtelfinale gegen den Rekordmeister FC Bayern München.
Auch international zeigt sich der amtierende Meister sehr stabil, wie auch in der vergangenen Saison, in der sich die Werkself im Finale der Europa League einzig gegen Atalanta BC (0:3) geschlagen geben musste. Lediglich gegen den englischen Spitzenclub FC Liverpool, der derzeit die Tabelle der Premier League anführt, musste die Mannschaft von Xabi Alonso in der diesjährigen Ligaphase der UEFA Champions League eine Niederlage einstecken. Durch die Siege gegen Feyenoord und AC Mailand und das Unentschieden gegen Stade Brest steht die Werkself in der Champions League-Tabelle momentan auf Platz 13 von 36 Teams. Die nächste Begegnung in der Königsklasse folgt am kommenden Dienstag, 26. November. Hierbei dürfen sich die Rheinländer mit dem österreichischen Proficlub RB Salzburg messen.
Kontinuität im Leverkusener Kader
Nach der erfolgreichen Saison 2023/24 unter Xabi Alonso, die kaum hätte besser verlaufen können, baut die Werkself weiterhin auf ihren Erfolgstrainer. Auch im Kader des Double-Siegers sind kaum Veränderungen erkennbar. Die Leistungsträger der vergangenen Saison Florian Wirtz, Granit Xhaka, Alejandro Grimaldo, Robert Andrich sowie Innenverteidiger Edmond Tapsoba und Jonathan Tah sind der Werkself auch weiterhin erhalten und waren bisher bei nahezu allen zehn Spieltagen im Einsatz.
Verabschiedet wurde sich von Adam Hlozek, Sardar Azmoun, Patrick Pentz, Iker Bravo, Ayman Aourir und Timothy Fosu-Mensah, wobei keiner der Abgänge unter den Stammspielern in der Vorsaison war. Als Verstärkung verpflichteten die Leverkusener Jeanuel Belocian (Stade Rennes, Frankreich), Martin Terrier (Stade Remmes, Frankreich), Aleix Garcia (FC Girona, Spanien) und Nordi Mukiele (Leihspieler Paris St. Germain, Frankreich). Mit Luca Novodomsky (Torwart) und Matija Marsenic (Mittelfeld) schafften auch zwei U19-Spieler der Leverkusener den Sprung in das Star-Ensemble von Alonso.